#1

Orientierungsarbeiten an Grundschulen

in Lehrerzimmer 24.05.2003 17:59
von Joez | 351 Beiträge

Aktuelle Pressemitteilung des Hessischen Kultusministeriums


Kultusministerin Karin Wolff verspricht sich wertvolle Erkenntnisse über Förderbedarf

Hessen macht in der nächsten Woche einen großen Schritt auf dem Weg zur Qualitätssicherung des Schulunterrichts: An 57 Grundschulen werden mehr als 3.000 Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse erstmals Orientierungsarbeiten schreiben. Jeweils der gesamte dritte Schuljahrgang wird einheitliche Aufgaben zu lösen haben. Geschrieben werden die Arbeiten in den Kernfächern Deutsch am 20. Mai und Mathematik am 21. Mai. "Die Orientierungsarbeiten sind ein wichtiges Diagnoseinstrument für unsere Lehrerinnen und Lehrer", erläuterte Kultusministerin Karin Wolff. Dabei könnten individuelle Stärken und Schwächen einzelner Kinder festgestellt und wertvolle Erkenntnisse über deren Förderbedarf gewonnen werden. Die Arbeiten werden nicht benotet; "wir wollen hier kein Ranking aufstellen", machte Wolff klar.

Die Einführung der Orientierungsarbeiten beginnt als Pilotphase, ein zweiter Durchlauf erfolgt im zweiten Schulhalbjahr 2003/04. Ab dem Schuljahr 2004/05 werden die Orientierungsarbeiten verpflichtend an allen hessischen Grundschulen im dritten Schuljahrgang zu schreiben sein. "In der Pilotphase kommt es in erster Linie darauf an, Erkenntnisse über Umfang, Schwierigkeitsgrad und praktische Durchführbarkeit der Arbeiten zu sammeln", so Wolff. Auf Grundlage dieser Erfahrungen sollen die Arbeiten weiterentwickelt werden. Die 57 Schulen haben sich freiwillig für die Teilnahme an dieser ersten Pilotphase gemeldet. Pro Schulamt wurden drei bis vier Schulen berücksichtigt.

Die PISA-Studie hatte festgestellt, dass das Instrumentarium der Diagnose in deutschen Schulen nicht ausgeprägt ist. Dafür sei die Grundschule nicht allein verantwortlich, doch müssten Verbesserungen notwendigerweise genau hier ansetzen. Als Konsequenz hatte Wolff bereits im April 2002 die Entwicklung von Orientierungsarbeiten für die Grundschule angekündigt. Schwächen und auch Stärken einzelner Schülerinnen und Schüler könne dann mit individuellen Förderplänen begegnet werden. "Rechtzeitig vor dem Übergang in die weiterführende Schule erhalten die Kinder dann in der vierten Klasse ergänzende Lernangebote", erklärte Wolff. "Orientierungsarbeiten erleichtern die Vergleichbarkeit von Leistungen und helfen auch den Schulen, besondere Stärken und Schwächen des Unterrichts zu analysieren."

"Die Grundlagen für lebenslanges Lernen werden in der Grundschule gelegt. Auf ihre Leistungen muss die weiterführende Schule vertrauen und aufbauen können", so Wolff. Entscheidend sei vor allem der Deutsch-Unterricht: "Lesen, Schreiben, Lernen und Verstehen - alles dreht sich um die deutsche Sprache. Sie ist die Basis, auf der schulischer Erfolg aufbaut und Kenntnisse erweitert werden können", sagte sie. Vor diesem Hintergrund wird die Kultusministerin die Stundentafel für die Grundschule zum Schuljahr 2003/04 erneut erweitern und in den Klassen eins und zwei je eine Stunde Deutsch mehr anbieten.

Die Orientierungsarbeiten werden nach vorgegebenen Korrektur- und Auswertungskriterien von den jeweiligen Fachlehrkräften korrigiert. "Im Sinne einer guten und verantwortungsvollen Vorbereitung von hessenweit verbindlichen Orientierungsarbeiten ist ihr Engagement hoch einzuschätzen", dankte die Ministerin allen Lehrkräften, die diese nicht unerheblichen Leistungen in der Pilotphase auf sich nehmen: "Nach Auswertung des ersten Durchgangs werden wir sowohl die Aufgaben als auch die grundlegenden Erkenntnisse veröffentlichen und allen Grundschulen zugänglich machen", versprach Wolff ein transparentes Verfahren. Die Auswertung werde zu Beginn des Schuljahres 2003/04 abgeschlossen sein.

Die Aufgaben für den ersten Durchgang wurden auf der Grundlage des Rahmenplans Grundschule von einer Arbeitsgruppe aus Vertretern des Ministeriums, des Hessischen Landesinstituts für Pädagogik (HeLP), der Schulaufsicht und von Grundschullehrkräften erstellt. Im Fach Deutsch geht es unter anderem darum, einen Text lesen, verstehen und inhaltsbezogene Fragen beantworten zu können. Die Orientierungsarbeit im Fach Mathematik stellt Aufgaben zu Mengen und Zahlen, Größen und Geometrie. Sie berücksichtigt die vom PISA-Konsortium beschriebenen Kompetenzklassen Reproduktion, Verknüpfung und Reflexion.


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#2

RE:Orientierungsarbeiten an Grundschulen

in Lehrerzimmer 24.05.2003 19:11
von der PRINZ | 82 Beiträge

nicht in der nächsten, sondern in der letzten WOche, aber wir haben nein danke geesagt,.....


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#3

RE:Orientierungsarbeiten an Grundschulen

in Lehrerzimmer 23.06.2003 14:52
von der PRINZ | 82 Beiträge

willste ma gucken?

aber psssst


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#4

RE:Orientierungsarbeiten an Grundschulen

in Lehrerzimmer 26.06.2003 13:46
von Joez | 351 Beiträge

Was gibts denn zu gucken?


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